Akne comedonica

pathologische Definition und Ursachen

Die Akne comedonica ist die leichteste Form der Akne vulgaris. Sie zeichnet sich vor allem durch das Auftreten von Mitessern, den Komedonen, auf. Der Begriff „Comedonica“ leitet sich von den lateinischen Wörtern „con edere“ ab, was übersetzt „mitessen“ bedeutet.
Besonders zu Beginn der Pubertät bilden sich Mitesser. Durch die hormonelle Umstellung kommt es zu einer erhöhten Talgproduktion. Häufig ist auch die Verhornung der Haut erhöht, so dass der Talg nicht richtig abfließen kann und die Ausführungsgänge verstopfen – ein Mitesser ist entstanden. Zu Entzündungen kommt es bei dieser Akneform nicht.
Allerdings gilt die Akne comedonica häufig als Vorstufe zur Akne papulopustulosa; bis zum Auftreten von entzündeten Pickeln können aber einige Jahre bestehen.

Symptome

Bei der Akne comedonica fällen Betroffene durch eine Vielzahl von Mitessern auf. Man unterscheidet bei diesen zwischen Whiteheads und Blackheads („Weiß-„ oder „Schwarzköpfe“). Bei den Blackheads ist die Hornschicht geöffnet. Der Talg reagiert mit dem Sauerstoff der Luft und verfärbt sich dadurch schwarz; mit einer mangelnden Hygiene hat diese Verfärbung nichts zu tun. Bei den Whiteheads ist die Verhornung geschlossen, so dass keine Oxidation möglich ist. Da bei ihnen der Talg nicht nach außen weichen kann, besteht hier das Risiko, dass es zu Entzündungen kommt, wenn der Druck von innen zu groß wird.

Eine Narbenbildung ist bei der Akne comedonica nicht zu befürchten. Allerdings gilt dies nur, so lange man nicht versucht, sich die Mitesser auszudrücken und dabei unfachmännisch vorgeht. Hierbei besteht die Gefahr, dass sich die Mitesser durch eingeschleppte Bakterien infizieren oder der Talg in tieferes Gewebe gedrückt wird, wo es dadurch zu Reizungen und Entzündungen kommen kann.

Insbesondere Stirn, Nase und Kinn sind bevorzugte Stellen, an denen sich die Komedone bilden. In dieser T-Zone ist die Haut meistens besonders fettig, weil sich hier zahlreiche Talgdrüsen befinden.

Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten

Zu Behandlung einer Akne comedonica zählen regelmäßige Besuche bei dem Kosmetiker oder Hausarzt, der die Komedone entfernt, um Entzündungen vorzubeugen.
Auf die Haut aufgetragene Mittel enthalten häufig Fruchtsäuren oder Benzoylperoxid, die übermäßige Verhornung beseitigen, so dass der Talg abfließen kann. Auch eine Mikrodermabrasion, bei der Mikrokristalle mit Druck auf die Haut aufgebracht und so die Verhornungen lösen, eignet sich zur Behandlung einer Akne comedonica.
Diese Methoden haben allerdings keinen Einfluss auf die erhöhte Talgproduktion. Sind viele Mitesser vorhanden, kann die Bildung von Talg durch Cremes mit dem Wirkstoffen Isotretinoin oder Azelainsäure eingedämmt werden.

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