Akne conglobata

Definition und Ursachen

Die Akne conglobata ist die schwerste Form der Akne vulgaris, die mit starken Entzündungen und anschließender Narbenbildung einhergeht. Von dieser Erkrankung sind überwiegend Männer betroffen, sie ist aber auch bei Frauen möglich. Häufig beginnt diese Art der Akne in der Pubertät; spätere Ersterkrankungen kommen aber vor. In vielen Fällen geht die Erkrankung mit Beendigung der Pubertät zurück. Allerdings gibt es Betroffene, die bis ins mittlere Alter oder sehr selten sogar ihr Leben lang darunter leiden.
Vermutlich sind hormonelle Verschiebungen in Bezug auf männliche und weibliche Geschlechtshormone, verbunden mit Störungen des Immunsystems Ursache für das Entstehen der Akne conglobata.

Symptome

Eine Akne conglobata zeigt sich vor allem im unteren Wangenbereich, an den Schläfen, dem Gesäß und dem Rücken.
Aufgrund von fettiger Haut und einer übermäßigen Verhornung entstehen beim Betroffenen in diesen Bereichen zahlreiche, große Mitesser. Diese entwickeln sich zu großen, entzündeten Knoten, die bis in die Unterhaut reichen können. Meistens sind diese Knoten sehr schmerzhaft. Liegen solche Knoten nah beieinander, verschmelzen sie häufig miteinander und bilden tiefe sowie schwere Entzündungen. Im Verlauf der Erkrankung entstehen häufig Fisteln. Der Körper bildet hierbei Ausführungsgänge, über die der Eiter abfließen kann.
Bei der langwierigen Heilung der entzündeten Knoten kommt es in den meisten Fällen zu einer starken Narbenbildung.

Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten

Eine Akne conglobata gehört aufgrund der Schwere der Erkrankung in medizinische Behandlung. Lokal wird häufig Isotretinoin aufgetragen. Dieser Wirkstoff lindert in der Regel die Talgproduktion und eine übermäßige Verhornung. Auch Azelainsäure hat diese Wirkung, hemmt aber zusätzlich das Wachstum von Bakterien und lindert somit die Entzündungen. Ebenfalls als lokales Antibiotikum wird Clindamycin eingesetzt.
Oft ist bei Akne conglobata zusätzlich eine systemische Behandlung notwendig. In diesen Fällen nehmen Patienten Medikamente als Tabletten ein, so dass der Wirkstoff über den Blutkreislauf an die entzündeten Areale gelangt. Guten Erfolg hat man bei der systemischen Therapie einer Akne conglobata mit dem Wirkstoff Isotretinoin verzeichnet. Allerdings kommen Nebenwirkungen dieses Arzneimittels häufig vor und sind zum Teil schwerwiegend, so dass der Arzt individuell entscheidet, ob Isotretinoin systemisch eingesetzt wird.

Da die Betroffenen häufig psychisch unter der Akne conglobata leiden, ist unter Umständen eine begleitende psychotherapeutische Behandlung zu empfehlen.

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