Hausmittel gegen Akne
Wer unter Akne leidet, versucht häufig erst, mit Hausmitteln die Beschwerden zu lindern. Wenn die Betroffenen allerdings unter einer Akne conglobata oder Akne papulopustulosa leiden, die mit starken Entzündungen auch im tiefer liegenden Gewebe einhergehen, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Breiten sich solche Entzündungen aus, können sich die Erreger im schlimmsten Fall in die Blutbahn ausweiten und eine Sepsis, die so genannte Blutvergiftung, auslösen.
Das Beste, was man bei Akne machen kann, ist, die Finger aus dem Gesicht zu lassen. Damit ist nicht nur das Ausdrücken von Pickeln gemeint, sondern auch Berührungen im Gesicht. An den Fingern befinden sich häufig Keime, die sonst beim Eindringen in geöffnete Pickel weitere Infektionen auslösen können.
Heilerde wird traditionell bei unreiner Haut angewendet. Mit Wasser oder beruhigendem Kamillentee wird die Heilerde zu einem Brei angerührt und auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Da die Maske von außen nach innen trocknet, wird durch Diffusion Feuchtigkeit und überschüssiger Talg durch die Heilerde aufgesogen. Außerdem wirkt eine solche Maske entzündungshemmend. Anschließend sollte aber Feuchtigkeit zugeführt werden.
Feuchtigkeitsspendend ist zum Beispiel das Gel der Aloe Vera. In ihm stecken viele Inhaltsstoffe, die noch nicht alle entschlüsselt wurden. Die Aloe Vera wird aber schon seit langem aufgrund ihrer entzündungshemmenden, wundheilungsfördernden und feuchtigkeitsspendenen Wirkung bei unreiner Haut angewendet.
Häufig wird empfohlen, auf Pickel Teebaumöl aufzutragen. Da Teebaumöl aber ein hohes Allergie-Potential besitzt und außerdem sehr reizend und austrocknend auf die Haut wirken kann, sollte man eher Abstand wahren. Wer dieses Öl dennoch ausprobieren möchte, sollte es auf keinen Fall unverdünnt nutzen. Stattdessen wird es in einem neutralen Öl, wie Kokos-, Sonnenblumen- oder Distelöl, vermischt und dann dünn auf die Pickel gegeben. Statt Teebaumöl sollte man aber besser beruhigende und entzündungshemmende Mittel wie Ringelblumen-Tinktur nutzen.
Auch wenn es auf den ersten Blick ungewöhnlich anmutet, haben einige Akne-Betroffene gute Erfahrungen mit der so genannten Oil-Cleansing-Method gemacht, das heißt, das Gesicht wird mit Öl gewaschen. Nach dem Staub und ähnliche Verunreinigungen mit Wasser abgespült wurden, nimmt man ein hautverträgliches Öl, zum Beispiel Kokos- oder Distelöl, und massiert es sorgfältig ins Gesicht. Starkes Nachfetten nach der Reinigung soll so eingedämmt und fettlösliche Substanzen vom Öl aufgenommen werden. Mit möglichst warmen Wasser und einem Waschlappen nimmt man anschließend das Öl vom Gesicht. Die Haut ist nun nicht, wie eventuell befürchtet, fettig, sondern weich und frisch. Da jede Haut individuell reagiert, muss man eventuell verschiedene Öle ausprobieren, bis man ein gutes Ergebnis erreicht.
