Magazin

Eiterpickel: was tun ?



Eiterpickel können am ganzen Körper entstehen - so zum Beispiel im Gesicht, an Beinen und Armen, am Kopf, im Genitalbereich, im Analbereich, im Mundbereich (Zunge oder Mundschleimhaut) oder auch an Nase und Ohren. Sehr unangenehm sind zudem Eiterpickel, die unter der Haut auftreten.

Grundsätzlich entstehen ein Eiterpickel oder eine eitrige Entzündung dadurch, dass in den Talgdrüsen der Haut überschüssiger Talg produziert wird. Die Drüsen sind sodann nicht mehr in der Lage, den Talg nach außen zu befördern.

Eiterpickel Ursachen



Die Ursachen für einen Eiterpickel können sehr unterschiedlicher Natur sein. Hormonelle Veränderungen (v.a. Pubertät oder weiblicher Zyklus), genetische Veranlagung, Gewohnheiten (z.B. Rauchen, Ernährung), Stress und Immunschwäche sind die häufigsten Ursachen.

Es kann sich auch um bestimmte Krankheiten oder Infektionen als Ursachen handeln - je nachdem, in welcher Körperregion der Pickel bzw. die eitrige Entzündung auftreten und ob es sich um Haut oder Schleimhaut handelt, welche betroffen sind.

Eiterpickel im Gesicht



Oft tritt der "Klassiker" - der Eiterpickel im Gesicht - auf, wenn sich nach dem Rasieren eine kleine Wunde gebildet hat, in die Bakterien eingetreten sind. Um dieses zu vermeiden, sollten ein paar Regeln beachtet werden. Zuerst ist es essenziell, dass Haut und Hände vor dem Rasieren gereinigt werden, das heißt mit Seife gewaschen, mit Rasierschaum eingeweicht, eventuell auch mit Desinfektionsmittel gereinigt werden.

Die Rasierklinge sollte scharf sein, da ansonsten schnell Verletzungen der Haut auftreten. Wichtig zudem: Kein scharfes Rasierwasser benutzen, da dieses den natürlichen Schutzfilm der Haut angreift.

Häufig treten Pickel auch nach dem Epilieren auf. Hierbei sind fast immer die Haarfollikel entzündet, da Bakterien in die Haut eindringen konnten. Ein wichtiger Tipp hier: Es sollte vor allem vor dem Epilieren darauf geachtet werden, dass Haut, Hände und Epiliergerät gereinigt und sauber sind. Nach dem Epilieren bietet es sich an - insbesondere dann, wenn schon einmal Probleme mit Pickeln aufgetreten sind - de Haut sorgfältig zu desinfizieren.

Eiterpickel Entstehung



Talgdrüsen verstopfen und können den Überschuss an Talg nicht mehr nach außen transportieren. Dies ist auf den Punkt gebracht die "kurze "Entstehungsgeschichte" von Eiterpickeln, die sich mit Hornzellen und Talg füllen. Tritt zudem noch eine bakterielle Infektion auf, so kommt es zur Bildung von gelblichem Eiter. Gerade an Körperstellen, die behaart sind, kann es insbesondere durch das Rasieren dazu kommen, dass Bakterien durch das Entstehen von kleinen Verletzungen eindringen. Kommen die Bakterien sodann auch tieferen Hautschichten an, so kann sich Eiter ansammeln, welcher sich sodann verkapselt. Es kommt damit zu einem "Abszess". Dehnen sich Abszesse auf das umliegende Gewebe sowie auf die Talgdrüsen aus, so spricht man von einem "Furunkel".

Haarfollikel/Haarbalg können sich schnell bei regelmäßiger Rasur entzünden - vor allem dann, wenn immer wieder winzige Verletzungen durch die Rasur entstehen. In solchen Fällen kommt es zur Bildung von entzündeten Knoten oder Pusteln, die sich um das Haar herum entwickeln. Das Endringen von Bakterien kann zudem zur Folge haben, dass sich die Schweißdrüsen entzünden - im Kontext des häufigen Rasieren sowie der kleinen Verletzungen sind hier oft die Achseln betroffen.

Eiterpickel behandeln



Wie bei Eiterpickeln oder einer Akne zu behandeln ist, hängt vor allem davon ab, was die Ursache für die Entstehung der Eiterpickel ist. Dazu ist zu überprüfen, ob es sich beispielsweise um einen Eiterpickel im Rahmen einer Akne oder um Mitesser handelt. Ist einer dieser beiden Fälle gegeben, so sollte man zunächst mit Pflegemitteln diesen entgegenwirken. Eine Waschlotion sollte hier genommen werden und zwar eine Lotion, die pH-neutral und frei von Parfüm ist (Anm.: am besten eine Lotion auf Wasserbasis).

Sollten zu scharfe bzw. aggressive Waschlotionen genommen werden, kann sich im Gegenteil die Situationen noch verschlimmern: die Haut trocknet aus und die Entzündung wird stärker. Ebenso sollten fettige oder ölhaltige Cremes vermieden werden, da sie die Hautporen verstopfen.

In manchen Fällen ist es notwendig, zu einem Hausarzt zu gehen, der einem im Zweifel auch ein Medikament verschreiben kann. Der Gang zum Hautarzt macht vor allem dann Sinn, wenn es sich um (sehr) viele Eiterpickel handelt oder wenn die Pickel trotz der eigenen Behandlung langfristig nicht besser werden. Bei Medikamenten gibt es grundlegend zwei Formen der Behandlung:


  • 1. Äußere Behandlung: wirksame Cremes oder Salben (bspw. Antibiotika), die dafür sorgen, dass sich die Entzündung zurückbildet. Häufig wird Vitamin A-Säure eingesetzt.

  • 2. Innere Behandlung: Medikamente zum Einnehmen, mit denen sich das Hautbild verbessert (bspw. Vitamin A-Säure, Hormonpräparate).



Eiterpickel ausdrücken ?



In der Regel scheint, so sagt man jedenfalls, die Regel zu gelten: Niemals Pickel bei einer Akne ausdrücken, da sich so die Situation des Pickels nur verschlimmert!

Diese Regel kann so in dieser Weise als richtig erachtet werden, jedoch gibt es auch Wege, einen Pickel richtig auszudrücken. Man sollte in diesem Zusammenhang zum Beispiel an die Arbeit von Kosmetikern und Hautärzten bei Pickeln und Akne denken, die letztendlich auch die Pickel öffnen. Im Folgenden werden kompakt Tipps zum richtigen Ausdrücken von Pickeln gegeben:

1. Vorbereitung




  • zunächst sind Gesicht/betroffene Körperstelle richtig zu waschen

  • beim Gesicht ist jedes Make-up vollständig zu entfernen

  • die Hände sind zu waschen, damit Infektionen vermieden werden

  • ebenso ist die Nadel, die benutzt wird, zu desinfizieren



2. Eiterpickel richtig ausdrücken



  • nachdem alles gereinigt oder desinfiziert ist, kann mit dem Ausdrücken begonnen werden

  • wichtig ist, nicht zu viel Druck auf den Pickel auszuüben (Gefahr der Narbenbildung)

  • der Pickel sollte oben und nicht zu tief aufgestochen werden

  • sodann sollte Toilettenpapier oder ein Kosmetiktuch genommen werden

  • nun seitlich leicht unter den Pickel drücken (am besten mit einem Komedonenquetscher, den auch Hautarzt/Kosmetiker benutzen)

  • kommt es dann zum eitern, dann ausgetretenen Eiter/Talg mit dem Toilettenpapier/Kosmetiktuch aufnehmen



3. Eiterpickel Nachbehandlung




  • abschließend eine wirksame Salbe (bspw. Zinksalbe) auftragen, um eine schnelle Wundheilung herbeizuführen (und damit es nicht zu einem weiteren Eitern kommt)



Fazit: Eiterpickel können sehr gezielt behandelt oder auch gänzlich vermieden werden, wenn man sich an einige Grundregeln hält - wie vor allem in punkto Pflege, Rasieren/Epilieren und Waschen. Das Vorbeugen von Eiterpickeln kann sehr gut gelingen, wenn man deren Ursache kennt. Selbst wenn man größere Probleme mit Eiterpickeln oder einer Akne haben sollte, kann der Hautarzt in der Regel schnell helfen. Einzelne Pickel lassen sich meist auch selbst gut und effektiv ausdrücken.

Mehr aus dem Magazin

Pickel unter der Haut
Oft nicht zu sehen…
Eiterpickel: was tun ?
Eiterpickel können…
Aknenarben entfernen und behandeln
Durch tiefe Pickel…
Pickel am Rücken
Pickel am Rücken s…
Akne Ernährung
Zahlreiche Studien…
Unreine Haut: was tun?
Unreine Haut kann un…
Mallorca Akne
Die Mallorca-Akne ge…
Hausmittel gegen Pickel
Wer unter Pickel lei…
Mitgliederanmeldung