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Aknebehandlung: Was Alles gegen Akne hilft


Akne ist eine Hauterkrankung, die durch eine Störung des Talg-Systems hervorgerufen wird. Unbehandelt erreicht Akne in der Regel ein Stadium, bei dem sich Knoten unter der Haut bilden, schmerzhafte Entzündungsherde sowie unschöne eitrige Pickel entstehen.

Schlimmstenfalls führt eine Akne ohne Behandlung zu Narben, die ein Leben lang die betroffenen Hautstellen zeichnen.

Aknebehandlung - Unreine Haut behandeln



Mit einer regelmäßigen und intensiven Aknebehandlung sowie der richtigen Ernährung kann diese Hauterkrankung kontrolliert, die Symptomatik auf ein Minimum reduziert und der Heilungsprozess beschleunigt werden. Zur Verfügung stehen für die Aknebehandlung Produkte zur äußeren Anwendung, orale Therapien sowie zahlreiche erfolgversprechende Hausmittel.

Äußere Aknebehandlung



Zur äußeren Aknebehandlung dienen Salben, Waschgels und Peelings. Diese sind zum lokalen Behandeln von Pickel und Entzündungen sowie als präventive Maßnahmen gegen das Eindringen von Bakterien in die Haut.

Salben mit unterschiedlichen Wirkungseffekten



Die Auswahl an Salben gegen typische Akne-Symptome ist umfangreich. Diese erstreckt sich in der Regel über antibakterielle, bakterienabtötende sowie entzündungshemmende oder abtrocknende Wirkungen.  Je nach Schwere dieser Hauterkrankung, kommen überwiegend Zinksalben und Antibiotikum-Cremes zum Einsatz.  

Zinksalben verfügen über antiseptische Eigenschaften zur Verminderung von infektiösen Keimen. Sie trocknen Eiterherde der Akne-Pickel aus und verhindern gleichzeitig die Entstehung neuer eitergefüllter Pickel. Dies geschieht durch eine Art Schutzbarriere, die zwischen der gesunden und der entzündeten Haut aufgebaut wird.

Tetracyclin, Clindamycin oder Erythromycin sind Antibiotikum-Medikamente, die meist für die Behandlung der Akneerkrankung verordnet werden. In ihrer Funktion bekämpfen einen Bakterienbefall und unterbinden die Vermehrung und Ausbreitung dieser. In der Regel wird ein Antibiotikum mit Benzoylperoxid kombiniert.

Dies dient als Präventionsmaßnahme, um eventuellen Antibiotika-Resistenzen vorzubeugen und deren Wirksamkeit zu gewährleisten. In schweren Fällen der Akne kann parallel zu einer lokalen Antibiotikasalben-Behandlung Zinksalbe angewendet werden. Diese verstärkt die Wirkung der sogenannte topischen Lokaltherapie mit Antibiotika.

Bei Benzoylperoxid Cremes und Salben handelt es sich um einen Stoff, der äußerlich auch allein eingesetzt, gegen Akne wirkt. Durch die oxidative Wirkung werden die Bakterienmembrane zerstört und das Einnisten der Bakterien unter der Haut in den Talgdrüsen verhindert. Auf diese Weise wird die Verengung oder Verstopfung des Talgdrüsenkanals verhindert und bereits vorhandene Veränderungen wieder normalisiert. Salben und Cremes mit Retinoide sorgen für eine Regulierung des Zellenwachstums sowie der Zellreifung. In ihrer Wirkung zeigen sie sich entzündungshemmend sowie komedolytisch. Letzteres bedeutet, dass es zu einer Öffnung von Pickeln sowie Mitessern kommt und infolgedessen zum Abbau dieser.

Ähnlich präsentiert sich die Behandlung einer Akneerkrankung mit Azelainsäure, die Hauptbestandteil zahlreicher Salben zur Lokaltherapie ist. Der Wirkstoff geht effektiv gegen Pickel und Mitesser vor und baut diese ab. Entzündungsvorgänge heilen schneller und aufgrund der antimikrobiellen Eigenschaft, kommt es zur Zerstörung eines vorhandenen Bakterienbefalls.

Waschgels lösen Risikofaktoren und wirken gleichzeitig



Die Grundlage für eine erfolgreiche Aknebehandlung ist die Reinigung der betroffenen Haut. Speziell für Aknepatienten sind Waschgels entwickelt worden, die parallel zu ihren Reinigungseigenschaften zusätzlich eine Aknebekämpfung unterstützen. 

Bei Akne muss die Haut von Schmutz, Staub, Bakterien, Fett und freien Radikalen gesäubert werden. Hierzu eignen sich ausschließlich Waschgels, die den natürlichen Abwehrmechanismus nicht zerstören.

Aggressive Hautreinigungsmittel reduzieren zum Beispiel den Säureschutzmantel der Haut und machen sie auf diese Weise anfälliger für das Eindringen von Bakterien und freien Radikalen in das Hautgewebe. Dementsprechend sollten Waschgels mit einem neutralen PH-Wert benutzt werden. Zusätzlich können Waschgels über weitere Eigenschaften verfügen. Ob antibakteriell, rückfettend, desinfizierend oder mit Vitaminen angereichert, dies sind nur einige Beispiele, die ein optimales Waschgel für eine mit Akne befallende Haut ausmacht.

Peelings als Basis von Aknebehandlungen



Regelmäßige Peelings fördern die Durchblutung einer Aknehaut, sodass eine verbesserte Versorgung dieser angeregt wird. Auf diese Weise wird die Zellerneuerung gefördert und Giftstoffe, wie sie zum Beispiel durch freie Radikale in die Haut eindringen, aus dem Körper geschwemmt.
Zusätzlich entfernen Peelings zuverlässig Make-up sowie alte Hautzellen auf der Hautoberfläche. So werden Poren freigelegt und der Bakterienbefall nicht im Talgdrüsenkanal eingeschlossen, wo sie nur schwer durch eine Lokaltherapie zu erreichen sind.

Durch die Porenöffnung können sich zudem Mitesser lösen. Anschließende Aknesalben können besser bis in die Talgdrüsen vordringen.

Es sollte sich um ein sanftes Peeling halten, das bereits entzündete Haut nicht reizt und die Symptomatik verschlimmert. Zusätzliche Eigenschaften mit antibakterieller oder desinfizierender Wirkung sowie Inhaltsstoffe mit hautpflegenden Vitaminen wirken gegen Akne, beruhigen die Haut und sorgen für mehr Strapazierfähigkeit dieser.

Innere Aknebehandlung



Eine innere Aknebehandlung sollte ergänzend zur äußeren Therapie Anwendung finden, um die bestmöglichen Wirkungserfolge erzielen zu können.

Antibiotika zum Behandeln bakterieller Pickel und Mitesser



Antibiotika als Medikamente gegen Akne eigenen sich vor allem, wenn Akneentzündungen vorliegen. In der Regel wird ein Antibiotikum in Kombination mit Isotretinoin verabreicht. Bei Isotretinoin handelt es sich um ein spezielles Akne-Medikament. Sie wirken innerlich direkt gegen den Bakterienbefall und verhindern die Vermehrung sowie Ausbreitung dieser. Auf diese Weise verringert sich der Entzündungsgrad und die übermäßige Talgproduktion nimmt ab.

Vitamine für bessere Behandlungsergebnisse



Durch die Einnahme von Präparaten mit Vitaminen wird jede Aknebehandlung positiv unterstützt. Vor allem Zink, Vitamin B5 sowie Vitamin C und E zählen zu den wichtigsten Elementen, die Aknebehandlungen unterstützen. Vitamin C stärkt das Immunsystem sowie die Blutgefäßwände und kräftigt die Hautstruktur.

Vitamin B5 optimiert Stoffwechselstörungen, die oft für einen Aknebefall verantwortlich sind. Zusätzlich beschleunigt Vitamin B5 die Wundheilung und reduziert die Talgroduktion.  Zinktabletten wirken gegen Haut- und Drüsenentzündungen sowie Pickel und Mitesser, indem der Abwehrmechanismus erhöht und der Hautstoffwechsel reguliert wird.

Hormontherapie für Frauen



Frauen, die unter Acne Vulgaris aufgrund hormoneller Störungen leiden, können durch die Einnahme einer hautverbessernden Antibabypille mit antiandrogener Wirkung behandelt werden. Diese reduzieren die Akne auslösenden männlichen Geschlechtshormone und die Symptomatik minimiert sich kontinuierlich.

Cortison zur Aknebehandlung



In schwerwiegenden Fällen empfehlen Hautärzte die Einnahme von Cortison. Corticoide zeigen sich vor allem bei hoch-entzündlichen Hauterscheinungen als effektive Akne-Medikamente.

Hausmittel gegen eine leicht ausgeprägte Akneerkrankung



Wer unter einer leichten Akneerkrankung leidet, dem stehen effektiv wirkende Hausmittel zu Verfügung. Diese verhelfen zur Linderung der Akneerscheinungen und Verbesserung des Hautbilds.

  • Teebaumöl mit starker Entzündungshemmung

  • Teebaumöl ist ein natürliches Produkt, das über hohe entzündungshemmende sowie desinfizierende Eigenschaften verfügt. Es wirkt gegen Hautinfektionen und Bakterien und lässt Pickel austrocknen sowie Mitesser sich von den Hauträndern lösen.

  • Limonen und Zitronen zur äußeren Anwendung

  • Durch den hohen Säureanteil in Limonen und Zitronen kommt es zu einer desinfizierenden und antibakteriellen Wirksamkeit auf der Haut. Porenverstopfende Kosmetik wird zuverlässig abgetragen und Schmutz auf der Oberhaut gereinigt.

  • Kamille mit ätherischen Ölen

  • Die natürliche Kamille, die sogenannte Matricaria chamomilla, besitzt ätherische Öle, die eine antibakterielle Wirkung aufweisen. Sie lindert Hautentzündungen und Hautreizungen.

  • Ein in Kamille getränktes Baumwolltuch für 15 Minuten täglich auf das Gesicht gelegt, öffnet die Poren sowie Pickel und lässt Mitesser heraustreten.

  • Mit Bierhefe gegen Pickel vorgehen



Eine äußere Anwendung von Bierhefe liefert der Hautoberfläche Sauerstoff. In der Folge trocknen Pickel aus. Als Maske auf das Gesicht oder andere betroffene Hautpartien gelegt, wird die Wirkung intensiviert.

Ernährung bei Akne



Eine wichtige Unterstützung zur inneren und äußeren Behandlung einer Akneerkrankung ist die richtige Ernährung. Es gibt Lebensmittel, die negativ auf die Haut wirken und unreine Haut fördern. Andere Lebensmittel haben spezielle Inhaltsstoffe, die das Behandeln einer Akneerkrankung begünstigen. Eine Ernährung mit viel gesättigten Fetten und übermäßigem Zuckerkonsum kann negative Auswirkungen auf das Hautbild haben. Milch und Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel erhöhen, provozieren eine Akneerkrankung und können die Ursache für diese sein.

Zu den Lebensmitteln, die reich an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen sind, zählen vor allem Obst, Gemüse, Pflanzenöle, Fisch sowie Produkte aus Vollkorn.  Zum Beispiel beinhalten Käse, Bohnen und auch Sonnenblumenkerne reichlich Zink und wirken Aknesymptomen entgegen.
Avocados sind reich an Vitaminen und gesunden Fetten, die Energie bringen und gleichzeitig die Feuchtigkeit in der Hautschicht reguliert. Vitamin E ist ein starkes Antioxidans und geht gegen freie Radikale vor, die eine Akneerkrankung nicht abheilen lassen. Das beinhaltete Selen begünstigt die Hautzellenerneuerung. Wunden heilen schneller. Selen ist auch in braunem Reis oder Haferprodukten enthalten.

Weitere Tipps für die Aknebehandlung



Wer weder auf Medikamente zurückgreifen, noch das tägliche Eincremen vornehmen möchte, kann sich mit dem Laser behandeln lassen. In der Regel sind mehrere Behandlungssitzungen notwendig. Eine Entfernung der Pickel und Mitesser sowie ein Entzündungsrückgang erfolgt circa nach zwei Monaten.

Im Gegensatz zu anderen Behandlungsmaßnahmen, hält eine Laserbehandlung rund zwei Jahre vor, während herkömmliche Behandlungsmethoden meist kontinuierlich beziehungsweise regelmäßig erfolgen müssen.

Grundsätzlich können mit jeder Methode nur Symptome behoben werden. Die Ursachen für eine Akneerkrankung bleiben bestehen.

Fazit

Akne sollte bereits im Frühstadium behandelt werden, damit sich der Schweregrad nicht verschlimmert. Dazu stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Auswahl, die sich von äußeren Lokaltherapien, über orale Behandlungen, bis hin zu Hausmitteln und Laserbehandlungen erstrecken. Fehlen darf auf keinen Fall die tägliche Reinigung der Haut. Empfehlenswert ist es, eine innere gleichzeitig mit einer äußeren Aknebehandlung vorzunehmen.

Sollte eine Schwangerschaft vorliegen, ist der behandelnde Arzt zu raten zu ziehen, welche Medikamente während der Schwangerschaft bedenkenlos eingenommen werden können.  Auf eine gesunde Ernährung sollte geachtet werden., um eine Akne nicht zu fördern, sondern deren Heilung zu begünstigen. Mit diesen Tipps und ein wenig Geduld, lässt sich diese Erkrankung gut kontrollieren, eine Verschlimmerung vermeiden und bestenfalls die Symptomatik behandeln sowie vollständig bekämpfen.

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