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Pickel unter der Haut



Oft nicht zu sehen aber schmerzhaft zu spüren sind Pickel unter der Haut vor allem in Verbindung mit Akne ein häufiges Problem. Die Papeln stören das Hautbild zwar zumindest anfangs nicht, können aber je nach Position erhebliche Beschwerden hervorrufen. Mit der richtigen Prävention und Behandlung lassen sie sich jedoch vergleichsweise schnell und schonend beseitigen.

Wie entstehen Pickel unter der Haut?



Ob sie als Pickel unter der Haut, unterirdische Pickel oder Papeln bezeichnet werden - in ihrer Entstehung unterscheiden sie sich nicht wesentlich von der Bildung anderer Pickel.
Eine übermäßige Talgproduktion und Verhornung der Haut führt zu verstopften Poren. Der Talg kann nicht mehr an die Hautoberfläche gelangen und sammelt sich demnach in der Haut an. Ist zudem noch Staphylococcus-aureus, ein Bakterium, vorhanden, entsteht eine Entzündung.

Je nachdem, wie tief die Ansammlung in der Haut sitzt und wie stark sie abgekapselt ist, finden sich die Pickel unter der Haut oder als sogenannte Komedogene und Pusteln sichtbar auf ihr. Besonders im Gesicht und in Kombination mit Akne treten diese häufig auf.

Pickeln unter der Haut erfolgreich vorbeugen



Einige der begünstigenden Faktoren für die tiefsitzenden Papeln sind unvermeidlich oder zumindest nur in geringem Maße beeinflussbar. Dazu gehören:

  • genetische Veranlagung sowie Hauttyp

  • hormonelle Schwankungen, beispielsweise während der Pubertät, in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren

  • bestehende Hauterkrankungen, wie Akne



Risikofaktoren für Pickel unter der Haut



Andere Risikofaktoren lassen sich aber durchaus verändern oder zumindest in ihrer Auswirkung beeinflussen, um unterirdischen Pickeln vorzubeugen:

Gesunde Hauthygiene: Fehlende Hygiene kann ebenso zu Hautunreinheiten und -problemen führen, wie aggressive und belastende Bestandteile in Pflegeprodukten sowie ständiges Waschen und Peelen. Eine gesunde Hygiene und Pflege ist auf den individuellen Hauttyp abgestimmt und so schonend wie möglich.

Gesunde Ernährung: Ein abwechslungsreicher Speiseplan stellt die Versorgung des Körpers und damit den reibungslosen Ablauf zahlreicher Prozesse sicher. Zudem ist die gesunde Ernährung entscheidend für das Immunsystem. Das Essen hat jedoch auch einen direkten Einfluss auf die Bildung von Hormonen und damit auf das Hautbild. Ein Speiseplan, der übermäßig fettreich und voller kurzkettiger Kohlenhydrate ist, macht auch die Haut fettiger, lässt den Blutzuckerspiegel und damit die Produktion von Insulin stark schwanken.

Diese Schwankungen belasten die Haut, erhöhen die Neigung zu Infektionen und begünstigen die Entstehung von Pickeln unter und auf der Haut. Auch der übermäßige Verzehr von Milchprodukten kann sich negativ auswirken. Eine gesunde Ernährung bestehend aus viel Gemüse, Vollkorngetreide, gesunden Fetten und ausreichend Protein kann hingegen das Hautbild positiv beeinflussen.

Flüssigkeitszufuhr: Schwitzen, trockene Heizungsluft und Klimaanlagen entziehen der Haut Feuchtigkeit. Diese wird aber dringend für den natürlichen Hautschutz und zahlreiche Prozessabläufe benötigt. Wasser, ungesüßter Tee aber auch wasserreiche Speisen und Säfte sollten daher täglich und in großen Mengen auf dem Speiseplan stehen.

Kleidung: Stoffe, die zu eng anliegen, auf der Haut reiben, keine Feuchtigkeit aufnehmen können oder nicht atmungsaktiv sind, können Pickel und Entzündungen unabhängig vom Hauttyp begünstigen.
Genussmittel und Drogen: Alkohol, Nikotin und andere Drogen stören die Durchblutung, den Hautschutz und das Immunsystem. Bei übermäßigem Konsum kommt es daher schneller zu Pickeln.

Schlaf und Entspannung: Im Schlaf die Haut zu pflegen mag zu schön klingen, um wahr zu sein. Schlaf ist aber ebenso wie Entspannung entscheidend für die Zellregeneration, Heilung und Gesundheit - und damit für das gesamte Hautbild. Vor allem in stressbelasteten Phasen kommt eine Entzündung daher selten allein. Eine entspannende Nachtruhe kann Pickeln und Co. also ebenfalls vorbeugen.

Umfassend Behandeln: Bestehen bereits Probleme, wie beispielsweise Akne oder auch Unverträglichkeiten, sollten diese umfassend behandelt werden. Dies reduziert das Risiko für weitere Entzündungen.

Was hilft wirklich gegen Pickel unter der Haut?



Ist es bereits zu Pickeln unter der Haut gekommen, machen sich diese meist durch die folgenden Symptome bemerkbar:

  • Druck- oder Spannungsgefühle

  • Schmerzen

  • Fühlbare Verhärtungen unter der Haut

  • Rötungen

  • Schwellungen

  • punktuelle Wärmeentwicklung


Ihnen ist gemein, dass der Herd der Entzündung zumindest anfangs oftmals nicht sichtbar ist. Dafür ist der damit einhergehende Schmerz umso deutlicher spürbar.
Damit sich die verkapselte Entzündung näher an die Hautoberfläche bewegt und sich angesammelte Wundflüssigkeit und Eiter so einfacher abfließen können, ist die Behandlung mit Zugsalbe angeraten.

Hierzu wird die Haut über dem entzündeten Pickel gereinigt und mit einer dicken Schicht Zugsalbe versehen. Um ein Verschmieren des Mittels und Verunreinigen der Kleidung zu vermeiden, wird ein Pflaster darüber gesetzt. Der Salbenverband wird täglich erneuert und für wenigstens zwei Tage getragen. Je weiter sich der Pickel unter der Haut befindet, desto länger dauert auch die Behandlung.

Zeigt sich hierdurch keine Besserung oder treten häufiger Entzündungen dieser Art auf, sollte ein Hautarzt aufgesucht werden. Dieser kann auch hinsichtlich der abgestimmten Pflege für den individuellen Hauttyp beraten.

Dürfen Pickel unter der Haut ausgedrückt werden?


Es drückt, es spannt und schmerzt - die Versuchung den Pickel durch Ausdrücken möglichst schnell zu entfernen, ist für viele Menschen groß. Gerade das Ausdrücken geht aber mit einigen Gefahren einher, ohne erfolgversprechend zu sein.
Stattdessen kann der Druck auf den entzündeten Bereich zu einem Aufbrechen nach Innen führen, wodurch die vorhandenen Bakterien in tiefere Gewebsschichten eindringen und hier ernsthafte Infektionen hervorrufen können. Mögliche Folgen sind Abszesse sowie Blutvergiftungen. Selbst bei einem erfolgreichen Ausdrücken an der Hautoberfläche kann es zur Narbenbildung und zu einer Ausbreitung der Infektion kommen. Gerade im Bereich von Gesicht und Kopf sollte das Ausdrücken daher dringend unterbleiben.

Besser als das aktive Entfernen des Pickels ist es daher, zunächst auf die Selbstheilungskräfte des Körpers zu setzen und diese durch Hausmittel zu unterstützen. Pickel unter der Haut verschwinden dann in der Regel von allein.

Hilfreiche Hausmittel gegen Pickel unter der Haut


Auch wenn sich die Papeln in der Regel von allein auflösen, lässt sich der Vorgang durch einige Hausmittel beschleunigen. Darunter:

  • Feuchte Wärme in Form eines heißen Waschlappens oder Dampfbads für das Gesicht treibt die Entzündung voran und regt die Durchblutung an. Zudem kann sie die Entzündungen an die Oberfläche ziehen.

  • Kühlen lindert den Schmerz und die Schwellung. Gerade, wenn die Pickel im Gesicht und gut sichtbar sind, sind kalte Kompressen also ein hilfreiches Hausmittel.

  • Teebaumöl mehrmals täglich auf die betroffene Stelle getupft, bekämpft die Infektion.

  • Heilerde mit Wasser zu einer Paste vermischt, kann als Maske gegen entzündete Pickel auf und unter der Haut gleich mehrfach wirken. Die Erde zieht die Infektion aus der Haut, dient während der Anwendung der Kühlung und lindert dabei Schmerz sowie Schwellung.

  • Eine gesunde Ernährung, die reich an Vitaminen ist, unterstützt den Körper von innen.


Pickel unter der Haut sind schmerzhaft und vor allem im Gesicht eine Belastung, die nicht immer vermieden werden kann. Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich das Risiko für ihre Entstehung jedoch verringern und ihre Heilung beschleunigen.

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